Titel: Fondue zum Feiern
Kategorien: Fondue, Fleisch, Info
Menge: 1 Info
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WDR ServiceZeit Essen und
Trinken von Martina Meuth
und Bernd Neuner-
Duttenhofer
– Erfasst *RK* 24.10.2002 von
– Viola Reuer
Diesmal brutzeln sich die Gäste ihr Essen selbst!
Das gute alte Fleischfondue! Es ist bei uns ein bisschen aus der
Mode gekommen. Dabei ist es doch eigentlich eine wirklich herrliche
Sache: Man sitzt den ganzen Abend gemütlich um den Tisch, brät sich
immer wieder ein Stückchen Fleisch, isst dazu von den vorbereiteten
Saucen und Salaten, man ist beschäftigt, schnabuliert und plaudert ..
. und niemand muss dauernd in die Küche rennen, um den nächsten Gang
zu bringen. Alles ist längst vorbereitet, alles steht schon da.
Das richtige Fleisch und pfiffige Zutaten
Wir nehmen nicht nur das klassische Rindfleisch, sondern auch Kalb-
und Schweinefleisch. Vom Rind empfiehlt sich Filet oder Lende, das
so genannte Roastbeef. Das Fleisch sollte gut abgelagert sein und
möglichst marmoriert, also von feinen Fettadern durchzogen, die es
zart und saftig halten. Es versteht sich von selbst, dass Sie bei
einem gutem Metzger, der verantwortungsbewusst arbeitet, kaufen
sollten. Bio-Fleisch oder das von artgerecht gehaltenen Tieren
schmeckt einfach besser als solches aus Massenzucht. Vom Kalb kann
es aus der Oberschale, der Nuss, stammen, selbstverständlich sind
auch das besonders zarte Filet und die Lende gut geeignet. Auch vom
Schwein nimmt man am besten das zarte Filet. Gut schmeckt auch das
Halsstück, das von Fett durchzogen und deshalb besonders saftig ist.
Oder, für die Liebhaber des Herzhaften, der Bauch. Hals und Bauch
haben eine erheblich längere Garzeit, sie müssen durchbraten und
deshalb ziemlich lange im siedenden Öl bleiben.
Zur Vorbereitung wird das Fleisch in mundgerechte, aber nicht zu
kleine Würfel geschnitten, dann in Öl eingelegt und dabei gewürzt:
mit Thymian, Rosmarin, Chili und Knoblauch. So kann es unbeschadet
im Kühlschrank bis zum Abend warten.
Beim Zuschnitt kommt es darauf an, dass die Würfel nicht zu klein
sind die brutzeln zu rasch durch und werden hart. Je größer sie sind,
desto länger ihre Garzeit. Und die kann jeder nach eigenem Gusto
regulieren. Einfach das Fleisch aus dem Topf heben, sobald man das
Gefühl hat: So schmeckt es mir am besten.
Was braucht man alles an Gerätschaften?
Zunächst einmal den richtigen Topf, in dem auf dem Tisch das Öl am
Kochen gehalten wird. Man ist ja in den letzten Jahren vom
Originalrezept abgekommen und hat statt Öl lieber Brühe genommen,
weil sie kalorienschonender und weniger gefährlich ist. Denn
natürlich muss man aufpassen, wenn man mit dem kochend heißen Öl auf
dem Tisch hantiert. Der Topf muss also sicher und so zentral in der
Tischmitte stehen, dass man ihn nicht mit einer unachtsamen Bewegung
herunterwerfen kann. Er muss aus Metall sein (wegen der hohen
Öltemperatur), es kann allerdings auch ein normaler Kochtopf sein.
Schließlich muss man nicht gleich große Anschaffungen unternehmen,
bloß weil man ein neues Rezept ausprobieren will.
Und sonst?
Spezielle Fondueteller halten wir für überflüssig, in denen einzelne
Abteilungen wie im Kantinenteller die Saucen hübsch getrennt halten.
Normale Teller sind völlig ausreichend beziehungsweise viel
hübscher! Lange Gabeln sind wichtig, an denen man die Fleischwürfel
zum Braten ins Öl halten kann. Und natürlich normales Besteck, mit
dem man isst.
Welches Öl nimmt man am besten?
Das ist, wie immer, Geschmackssache. Ein neutrales Erdnuss-, Soja-
oder Maiskeimöl ist gut. Hervorragend geeignet ist Traubenkernöl,
und selbstverständlich geht jedes Olivenöl, das ja den
höchstmöglichen Rauchpunkt hat. (Rauchpunkt nennt man den Moment, in
dem das Öl zu rauchen beginnt, wenn man es erhitzt. Wird dieser
überschritten, können gesundheitsschädliche Stoffe entstehen.) Man
kann das Öl mit Kräutern und so weiter würzen, aber nötig ist das
nicht, denn wir haben das Fleisch bereits gewürzt. Natürlich ist
auch jedes andere hoch erhitzbare Bratfett bestens geeignet.
Sicherheitstipps:
Das Rechaud sollte auf einem Holz-, Kork- oder sonst wie
hitzebeständigem Untersatz stehen. Man kann ihn zusätzlich mit
Alufolie umwickeln. Die Lampe über der Tischmitte sollte weit genug
entfernt sein, dass sie keinen Schaden nimmt.
#AT Viola Reuer #D 16.03.2003 #NI ** #NO Gepostet von: Viola Reuer
#NO EMail: wird_selten_gelesen@nurfuerspam.de
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